
Eine Bootsfahrt die ist lustig…
November 3, 2006…eine Bootsfahrt die ist schön, ja da kann man was erleben …
Es waren einmal ein Männlein und zwei Fräuleins, die noch an das Gute im Menschen glaubten. So begab es sich, dass sie die Nacht vor ihrer Abreise nach Belém auf einem Boot im Hafen von Santarém übernachteten. Der Hafen war videoüberwacht, es gab Wachmänner und es kamen nur Leute mit gültigem Ticket hinein. Daher taten die drei Reisenden folgendes: sie hingen ihre Hängematten an Bord auf, legten die Sachen, die sie für die Nacht brauchen würden, hinein, schlossen ihr restliches Hab und Gut im Schlafgemach eines Matrosen ein (denn so ganz trauten sie dem Frieden doch nicht) und gingen in die Stadt.
Nachdem sie ein Lebenszeichen an die Zurückgebliebenen in der Heimat versandt hatten, kehrten sie zum Boot zurück. Sie mussten feststellen, dass einige Sachen aus ihren Hängematten fehlten. Nachdem die erste Entäuschung vorüber war, beschlossen die Drei den Matrosen zu befragen. Auf die Frage hin, ob die Rucksäcke in seinem Schlafgemach denn sicher wären, antwortete dieser nur: „Kann sein, kann aber auch nicht sein!“ Das kam den Reisenden seltsam vor und so nahmen sie sich ihre Taschen und kontrollierten sie. Auch in den Rucksäcken fehlten Sachen, obwohl nur er einen Schlüssel besass. Nach einer zwecklosen Diskussion mit dem Matrosen machten die Drei sich enttäuscht, traurig und wütend zugleich ins Bett, ihre letzten Habseligkeiten unter oder in den Hängematten.
Am nächsten Morgen riefen sie, auch auf Anraten einiger am Hafen beschäftigter Brasilianer, die Polizei. Diese durchsuchte das ganze Boot, doch es wurde nix gefunden. Obwohl jeder wusste, dass der Matrose die Sachen gestohlen oder zumindest geholfen hatte, sie zu stehlen, konnten die Beschädigten ihn nicht anzeigen (es fehlten die Beweise). Dennoch fuhr das bestohlene Männlein mit auf die Polizeiwache und gab einen Bericht auf – vielleicht haben die armen Reisenden in Deutschland eine nette Versicherung, die ihnen ein wenig des Verlustes zurückerstattet.
Ihr muesst euch keine Sorgen machen, das Meiste waren nur Klamotten, allerdings ist Peters Kulturbeutel auch weg. Das teuerste war wohl das Handy. Sorry Mama! Und dein Moskitonetz ist auch weg. Melli, deine Vliesjacke wurde auch gestohlen. Entschuldige.
Immerhin hatten wir unsere Papiere, unser Geld und alle anderen elektronischen Geräte, wie Peters Kamera, bei uns.



Kommentar von Oma Toni:
Hauptsache, den Kindern ist nichts passiert!
Und da hat sie recht. Handy, Jacke und Moskitonetz kann man irgendwie ersetzen. Und man kann ja auch nicht sagen, dass ihr leichtsinnig gewesen seid. Nur an den falschen Mann geraten.
LG Mama
Hi ihr zwei, bin heute erst dazu gekommen, euren Blog zu lesen.
Schade, dass eurer Vertrauen in die Braslianer ein weiteres Mal enttäuscht wurde. Ich hoffe, ihr kommt nun ohne weitere solche Zwischenfälle voran.
Bussi
Melli
wie schon gesagt: das wichtigste ist dass es euch gut geht!!!!! geniess weiter eure zeit!
Hello Guys.
When you told me that, here at São Paulo, i got really sad and pissed off* and reading this in blog pissed me more.
I hope the goods of the trip balanced the bad.
Hope everything is fine, wherever you both are right now.
Bye
PS: I can wait to see the pics.
Celso „I wont be President“ Bessa
* = pissed is a metaphor Peter and Kathi, i didn’t pissed in any place ok? I’m well educated! Laughs
PS2: I’m working hard on my imitation of that drunk guy last night. Already got sunglasse to look like him!