
Belem und das Meer
November 7, 2006Wir erreichten Belem mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil Belem fuer uns so zu sagen das Sprungbrett zur Reise an der Kueste entlang und Eingangspforte nach North-East Brasil (so wird es immer genannt) war. DAs weinende Auge trauerte aund trauert immer noch Amazonien hinterher, das uns so gut gefallen hat.
Netterweise hatten uns Lorena und Angelo, bei denen wir in Alter do Chao gewohnt haben, die Adresse von Ahstna in Belem gegeben. Sie hat ein vegetarisches Restaurant und wir konnten in ihrem Abstellzimmer unsere Haengematten aufhaengen und dort gegen einen kleinen Beitrag zu Essen, Wasser und Strom wohnen. Es ist immer super, wenn man so privaten Kontakt zu den Leuten hat, denn ueber Ahstna und die Leute ihrer Kirche, sie ist bei Santo Deime (dazu spaeter viel mehr), haben wir noch eine Reihe anderer Leute kennen gelernt, mit denen wir am Wochenenden noch am Meer waren.
Die Fahrt dahin war verdammt strapazioes, aber es hatte sich gelohnt. Der Atlantik ist grossartig. Wenn die Flut kam, gabs auch richtig Wellen. Wir waren fast direkt auf dem Aequator, dementsprechend stark die Sonne. Wir haben uns beide einen Sonnenbrand geholt.
Seit Wochen wollten wir schon mal Eierpfannkuchen machen, aber da wir immer mit Leuten zusammen reisten, die entweder keine Milch oder keine Eier essen konnten, haben wir es immer aufgeschoben. Und nun endlich waren wir mal mit unkomplizierten Leuten unterwegs, die sowohl als auch assen und wir haben ne wahre Eierpfannkuchen-Orgie veranstaltet: Apfelpfannkuchen, Pilz-Pfannkuchen, salzige mit Avocadocreme, suesse mit Karamel usw.
Am S0nntag wollten wir Mittags los, da wir abends einen Bus kriegen mussten, den wir schon bezahlt hatten, und es lagen 180 km und eine Ueberfahrt von der Insel Algodaol, auf der wir waren, zum Festland vor uns. Die anderen Leute, mit denen wir wohnten, waren nachts zuvor lange unterwegs, dementsprechend haben wir uns am Sonntag Morgen alleine auf zum Strand gemacht. Der eine hatte nicht vor, das Haus zu verlassen, sodass wir jeder Zeit zurueck kommen konnten. Pustekuchen. Er war doch mit den anderen weggegangen und wir konnten sie nirgends finden.
Also mussten wir in das Haus einbrechen, um an unsere Sachen zu kommen. Als Peter dann endlich drin war und die Haelfte der Klamotten durch einen Spalt im Fenstergitter gereicht hatte, kamen die Jungs und Maedels dann auch zurueck.
Die ganze Aktion hat uns ziemlich viel Zeit gekostet und die Rueckfahrt war super stressig, da wir staendig irgendwo warten mussten, dann noch in einen Stau kamen und die Uhr tickte. Wir haetten um 20.00 am Bus sein sollen um 20.35 kamen wir dort an. Zum Glueck gerade noch rechtzeitig. Peter nennt das zeitoptimiert. Kathi findets verrueckt.
Obwohl wir nicht viel gemacht haben das Wochenende ueber, waren wir ganz schoen geschafft und haben uns nach Sao Luis geschlafen.


