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Das Ende

Dezember 23, 2006

Kahti ist letzten Freitag nach Hause geflogen und damit endet unsere gemeinsame Reise und dieser Blog.

Die letzten Tage waren noch mal ein Bisschen anstrengender und recht trueb. Einerseits, weil wir seit Sao Paulo entgueltig auf der Rueckreise waren, zum anderen war das Wetter recht trist und die Orte waren nicht mehr so reizvoll, wie viele die wir zuvor besucht haben. Dazu muss man sagen, dass wir auch ein bisschen muede waren, immer noch einen Ort und noch eine Kirche und so weiter anzuschauen. Das ist ab und zu nett. Permanent ermuedet das schon.

Umso wertvoller war das Treffen mit Manu in Curitiba. Manu ist eine Freundin von Gabi aus Sao Paulo. Sie hatte uns netterweise den Kontakt mitgegeben. Leider konnte uns Manu nicht beherbergen, da es ihrer Oma nicht so gut ging und nun bei ihr zu Hause gepflegt wird, aber sie hat uns ausgefuehrt. Erst waren wir nett was Trinken und dann haben sie und ihre Kusine uns noch Curitiba bei Nacht gezeigt. Allerdings haben wir uns nicht mehr wirklich ins Nachtleben gestuerzt. Das scheint zwar recht aktiv zu sein, aber deswegen muss man auch ueberall ewig lange anstehen, nur um reinzukommen.

Von Curitiba hatten wir noch mal ‘nen uebel langen Busritt bis nach Montevideo in Uruguay. Nettes kleines Staedtchen. Sehr ruhig, angenehme Menschen, wenn gleich ein bisschen eigenartig mit ihrem Matewahn. So gut wie jedeR laeuft mit einer Thermoskanne unter dem linken Arm und einem Mate-Behaelter in der linken Hand herum und ist staendig an dem metallenen Stroh-Halm am Nippen. Egal, ob wartend an der Bushaltestelle oder im Eilschritt ueber die Plaza, der Mate ist immer dabei. Stilecht sind die Utensilien in dickes Leder eingenaeht, die Kalabasse, aus der der Mate getrunken wird, die Thermoskanne, die Zuckerdose und die Matedose fuer die Teekraeuter. Und das alles schleppt man, wenn gerade nicht unter dem Arm, in einer extra dafuer angefertigten Ledertasche mit sich rum.

 Kathis Flug ging von Buenos Aires, einer Stadt, die wir nicht so riesig erwartet haben. Vor allem rund um den Busbahnhof wirkt die 13-Mio-Stadt gigantisch. Dort herum wird das gesamte Verkehrsnetz Argentiniens zusammengefuehrt. Der Hafen ist direkt in der Naehe, so dass dort mehr Schwerlastwagen herumfahren, als andere Autos, hinzu kommen die Fernverkehrbusse, die an 160 Schaltern in dem riesigen Busbahnhof abgefertigt werden. Ausserdem gibt es noch Nah- und Fernverkehrszuege und Metros, die insbesondere zur Rush-Hour die Gegend mit Pendlern ueberschwemmen.

Wir konnten gluecklicherweise bei dem Onkel einer Freundin wohnen, der direkt in dem Viertel hinter dem Busbahnhof wohnt, was uns seeehr gelegen kam, denn wir wollten ja am naechsten Tag schon wieder weg: Kathi mit dem Flieger nach Hause, Peter mit dem Bus nach Paraguay.

Und so geschah es dann auch. Wir nutzten noch den naechsten Vormittag, um uns die Schauplaetze der tragischen Historie rund um Eva Perron, alias Evita, anzuschauen: der beruehmte Balkon im Zentrum der Stadt, ihr Grab auf dem doch insgesamt besuchenswerten Reiche-Leute-Friedhof auf dem Kirchenhuegel (Recoleta)… Leider ist uns dabei die Zeit ein Bisschen weg gelaufen, so dass wir auf unser Abschiedsbierchen verzichten mussten. Aber vielleicht war es auch ganz gut so, denn so war der Abschied kurz und schmerzlos.

Kathi hatte noch ein bisschen Trouble, auf dem Heimweg. Die unglaublich tolle (hust) Fluglinie Iberia musste noch Wasser aus dem Flugzeug ablassen. Was das bedeutet, wissen wir nicht genau, ist aber eine Routine-Angelegenheit. Was wir uns vor allem fragen ist, ob man sowas nicht in den Flugplan mit einbeziehen kann? So hat Kathi auch ihren Anschlussflieger nach Frankfurt nicht mehr bekommen, musste umgebucht werden, und kam erst spaet in der Nacht an. Naja, immerhin noch am selben Tag und sie hatte noch die Moeglichkeit, die Family zu Hause zu informieren, dass sie nicht 4 Stunden am Flughafen rumstehen muessen.

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