Archiv für die Kategorie ‘Brasilien’

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Ausruhen am Meer

Dezember 11, 2006

Nach der anstrengenden Tour durch die Chapada Diamantina (post1, 2) und einem erneuten Tag in Salvador goennten wir uns noch ein paar Tage Sonne, Strand und Meer. Das hatten wir  uns nicht nur verdient. Es zeichnete sich naemlich auch ab, dass die restlichen 2 Wochen, die wir noch gemeinsam haben, verdammt anstrengend werden wuerden. Wir hatten noch 3122 km Luftlinie zu ueberwinden, wollten noch Leute in Sao Paulo und Curitiba treffen, und auch noch etwas von Uruguay zu sehen bekommen.

Also suchten wir einen Ort auf, der uns zum Schnorcheln empfohlen wurde. Dummerweise mussten wir herausfinden, dass man eigentlich nur in der Ebbe und an bestimmten Orten dieser Halbinsel schnorcheln konnte. Da die Ebbe zu der Zeit, in der wir da waren, nicht so ausgepraegt war und ohnehin mitten in der Nacht, wurde aus der Schnorchelei schon wieder nix. Mist. Wir hatten uns so drauf gefreut.

Aber Barra Grande, so hiess das kleine Fischeroertchen, was jetzt ein kleines Touri-Oertchen geworden war, gluecklicherweise saisonbedingt ohne Touris, war auch so sehr nett. Es gibt nicht viel drueber zu beschreiben. Es war halt einfach nur nett…

…und dann auch bald wieder genug des Guten. Am dritten Tag gingen wir unseren Mordsbustrip nach Sao Paulo (32 Stunden reine Fahrtzeit) an.

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Diamantenrausch – extreme

Dezember 4, 2006

Nach 2 Tagen in Salvador mussten wir wieder raus aus der grossen Stadt und wollten das diesmal richtig tun, nicht wieder von einer Stadt in die naechste. Wir bekamen von mehreren unserer ReisebegleiterInnen aus Amazonien den Tipp, die so genannte Chapada Diamantina zu durchtrekken. Die Chapada ist ein huegeliges, eigentlich sehr trockenes Gebiet, indem in frueheren Zeiten der Diamanten-Abbau, bzw. die Diamantensuche gross war. Bis heute kann man dort Diamanten finden, man muss mit ein Bisschen Glueck noch nicht einmal gross suchen. Aber viel Abbau gibt es da nicht mehr, denn es lassen sich wenig wirklich edle Steine dort finden, sondern v.a. Industriediamanten, der nach den grossen Projekten der Franzosen, Panama-Kanal, Suez-Kanal und Gottharttunnel im vorletzten Jahrhundert nicht mehr in den Massen gefragt war.

Irgendwann in den achtziger Jahren liess sich daher die Regierung ueberreden, den schoeneren Teil der Chapada, der wo Berge und Fluesse und Waelder und Wiesen eine weniger trockene und wunderschoene Landschaft bilden, als Nationalpark vor dem industriellen Diamanten-Abbau zu schuetzen. Einige Familien leben dort zwar immer noch vom Diamant, dann suchen sie diese aber auf ‘traditionelle’ Art: bis zu den Knien im Fluss stehen und den ganzen Tag Wasser schoepfen, damit alle paar Tage mal ein Brilli zum Vorschein kommt, der gross genug ist, um ihn zu verkaufen.

Wir wollten auch mal unser Glueck bei Diamantensuche versuchen und das begab sich so…

In der Nacht vor Kathis Geburtstag fuhren wir mit dem Bus in das kleine Oertchen Lencois, wo wir eigentlich gar nicht hinwollten, aber wo man als Touri nun mal hinfaehrt, wenn man in die Chapada will. Gluecklicherweise konnten wir von da auch gleich weiterfahren in Richting Capao, ein Tal, wo sich v.a. Nouveau-Hippies, so nennt unser Reisefuehrer solche Leute, angesiedelt haben, die auf Suche nach einem natuerlicheren Lebensstil sind. Kathi, die Aermste, hatte bis dahin immer noch kein Wort der Gratulation gehoert, obwohl sie ihren Geburtstag schon um 20 Uhr Ortszeit am Abend zuvor begonnen hat. In Good Old Germany schlug es ja da schon zwoelfe und sie dachte sich, sie sollte mal ihr Zwillingsschwesterchen anrufen um ihr zu gratulieren, aber das ging schief, weil die schon schlief. Peter weigerte sich, den Geburtstag im Bus zu begehen und so musste die Aermste sich erst ihr Geburtstagsgeschenk hart erarbeiten, bis sie ihren Ehrentag feiern konnte: In Capao angekommen stiegen wir 6 km bergauf. Dafuer brauchten wir den halben Tag, weil wir immer wieder von heftigem Regen begossen wurden, als waeren wir ausgetrocknete Alpenveilchen. Durch den Regen, war der Pfad mehr Bach und immer wieder mussten wir uns die Schuhe ausziehen, um die ein oder andere Ueberschwemmung zu durchwaten.

Aber die Anstrengung lohnte sich, denn wir waren auf dem Weg zu dem hoechsten Wasserfall Brasiliens. 420 Meter stuerzt dort das Wasser senkrecht in die Tiefe und nimmt so viel Geschwindigkeit auf, dass es vom Fallwind aufgestaeubt wird – weswegen der Wasserfall auch Fumaça (Rauch) heisst.
Jetzt musst wir aber endlich mal Kathis Geburtstag begehen und haben erstmal lecker Nudeln mit Tomatensosse gekocht, uns ein bisschen in der Gegend herumgetrieben und dann, als die ganzen Touris gegangen waren hatten wir das ganze Plateau samt Wasserfall fuer uns ganz alleine. Naja, mit der Ausnahme eines Rastamanns, der irgendwo in einer Felsspalte sitzend, wunderschoen Floete spielte – bestimmt extra fuer Kathi. So blieben wir bis zum Sonnenuntergang und als auch der Floetenspieler wieder ins Tal schlenderte, schlugen wir unser Zelt auf und als um sieben die Sonne schlafen ging, gingen wir einfach mit.

Nach diesem Tag zur Einstimmung sollte am folgenden Morgen unser eigentliches Abenteuer in der Chapada erst beginnen. Wir wachten inmitten der Wolken auf, dichte dunkle Wolken, die zwar nicht auf uns herabregneten, wie auch, wir waren ja mittendrin, aber doch die Luftfeuchtigkeit auf 100% hielten. Wir brauchten ein Bisschen, zu merken, dass die Troepfchen auf unserem Zelt kein Regen, sondern mehr ein genereller Umstand der Wetterlage war, der nicht aufhoeren wuerde. Also standen wir auf, packten alles so feucht wie es war ein und schlurften auf dem Bachpfad wieder zurueck ins Tal. In dem kleinen Oertchen dort angekommen, schien uns die Sonne aufs Haupt und trocknete uns aus. Also erstmal Wasserkur, was Essen und dann wieder in den Busch. Halb wieder raus aus dem Ort und das Tal runter, erzaehlte uns jemand von einer grossartigen Karte, die wir uns doch, da wir, oh je oh je, ja ohne Fuehrer unterwegs waren, doch wenigstens anschaffen sollten. Gut, da sich wirklich jeder wunderte, dass wir ohne Fuehrer in die Chapada wollten, und wir kein grossartiges Kartenmaterial hatten, dachten wir uns, das sei wirklich keine schlechte Idee. Peter ist also nochmal den ganzen Weg zurueck gewetzt, hat die Karte gesucht, keine bekommen und dann wieder zu Kathi, die sich ausruhte und Tagebuch schrieb und auf die Sachen aufpasste. Nachdem wir uns ausreichend geaergert hatten, dass das ganze Tageslicht verplempert hatten, liefen wir so schnell uns unsere Beinchen (die einen kurz, die anderen duerr) trugen gen Wald um noch einen netten Zeltplatz zu finden.

Dummerweise war der ganze Wald dort noch privat und mit Stacheldraht umzaeunt. Irgendwann fanden wir so ne kleine Landzunge, die in den Bach reinragte und auf der anderen Seite von Regenfluessen abgeschnitten war. In diesem Regenbachtal machten wir ein kleines Feuerchen um grossartige Nudeln mit Tomatensosse zu kochen. Auf der Zunge schlug Kathi, nachdem sie die Pferdeaepfel naseruempfend beseitigt hatte, unser Zelt auf. Bettzeit 7 Uhr. Aufwachen im Sonnenaufgang, sprich 5 Uhr morgens.

Aufstehen im Regen. Juchuh. Wir liefen weiter ins Tal, ueberquerten reissende Gebirgsfluesschen, bis es irgendwann bergauf ging. Und bergauf und immer weiter bergauf. Der Weg war neben bei bemerkt, ganz schoen glitschig durch den vielen Regen und den omnipraesenten Matsch, so dass Kathi sich mal aufs Popoechen setzte und echt ein bisschen genervt war. (Eigentlich war sie nur auf die Trostkekse aus, die wir fuer solche Situationen immer dabei haben).

Hier geht’s zur Fortsetzung.

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In Bahia angekommen

November 21, 2006

Gestern sind wir an einem Sonntag in Salvador da Bahia angekommen und es war eher stressig zu einer Herberge zu gelangen. Ueberal standen Leute rum, die uns eine Pousada, ein Hostel, eine Herberge oder sonst etwas zeigen wollten, um eine Provision von den Unterkuenften zu bekommen. Zudem kamen noch die ganzen mobilen SchmuckverkaeuferInnen mit Ketten und Armbaendern um den Arm, die einem den schoensten Schmuck von Bahia verkaufen wollten. Man musste echt aufpassen, dass man nicht irgendwann ein buntes Baendchen ums Handgelenk hatte. Ein einfaches Nein akzeptierten die wenigsten.

Bahia war eigentlich der Teil, der das Hauptgewicht der Reise ausmachen sollte. Hier wollten wir uns am laengsten aufhalten. Die afro-brasilianische Kultur, mit ihren vielen Farben, Festen und Rhythmen reizte uns. Allerdings hatten wir unser Ankommen anders erwartet. Wir hatten eben nicht an die vielen Leute gedacht, die Geld damit machen,  Touristen und Reisende auf die ein oder andere Art und Weise auszubeuten. Das Geschaeft nimmt, wie wir finden, teilweise menschenverachtende Zuege an. Man ist als AuslaenderIn nur Ressource, aehnlich wie Schlachtvieh in der modernen Fleischindustrie. Alles an dir wird zu Geld gemacht, deine Beduerfnisse, wie Essen, Trinken und Schlafen, dein Vorhaben, etwas von Land und Leuten zu erleben, die Tatsache, dass du auf Informationen angewiesen bist, dass du dich nicht auskennst, dass du die lokalen Tricks der Diebe und Heuchler nicht kennst usw. (Das Reisehandbuch bereitet dich zwar darauf vor, was es aber auch nicht wirklich besser macht, da du dann an jeder Ecke nur noch Diebe, Heuchler und Drogenabhaengige siehst, die tatsaechlich nicht so zahlreich sind, wie man meint, wenn man den Guide liest.) 

Ziemlich gestresst haben wir eine Herberge im Stadtteil Pelourinho gefunden. Dies ist der alte Stadtteil von Salvador und dementsprechend eher im Kolonialstil gehalten. Von den Farben der Haeuser her, fuehlten wir uns ein wenig an unseren vorherigen Aufenthalt in Olinda erinnert. Es gibt einen Platz nach dem anderen und eine Kirche nach der anderen. Salvador hat an die 400 Kirchen, fuer jeden Tag im Jahr eine und noch ein paar auf Reserve. Krass, oder? Man darf sich gar nicht erst an den Kirchen orientieren, sonst ist man verloren. Jedenfalls geht es mir so. Peter ist da wesentlich besser drin!

In der Herberge angekommen ueberwanden wir gleich unsere Abneigung gegen das Menschenschleppervolk und schlenderten den Nachmittag wieder durch die kleinen Strassen und Gassen und erkundeten, die etwas ruhigeren, aber immer noch sicheren Ecken Salvadors, der Hauptstadt von Bahia, dem afro-brasilianischen Bundesstaat von Brasilien. Als Peter wieder genervt war, sind wir was Essen gegangen. Dann wars besser. Als er wieder genervt war, sind wir schlafen gegangen. Danach war es besser und der Abend war dann noch mal richtig nett, bevor wir dann mal richtig ausruhten und den zweiten Tag in Angriff nahmen, den wir komplett geniessen konnten (vermutlich weil nicht mehr Wochenende war und wohl auch, weil das ganze Volk mit den Zeremonien zu einem lokalen Fest, das in allen Gassen tobte, beschaeftigt war.

Morgen (Di) werden wir wieder unsere 7 Sachen zusammenpacken und nach Lençois fahren, einem etwas groesserem Ort in der Naehe des Nationalparkes Chapada Diamantina. Von dort aus werden wir dann eine mehrtaegige Hikingtour starten- durch den Nationalpark mit seinen Fluessen und ihren Wasserfaellen, mit Bergen, Plateaus und gruenen Taelern und mit Regenwasser gefuellten Kratern zum Schwimmen. Also wundert euch nicht, wenn wir uns jetzt laengere Zeit nicht mehr melden.

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Fotoleza

November 17, 2006

Kathi und ich mussten auf unserer Reise durch die Hafenstadt Fortaleza. Da wir aber keine grosse Lust hatten auf so ne grosse Industrie-Metropole, die kulturell nicht viel zu bieten hat, sind wir morgens mit dem Bus rein und abends wieder raus.

Die uebrige Zeit haben wir vor allem damit verbracht posts zu schreiben und – tataaaa – Fotos von den letzten 3 Wochen Reise hoch zu laden und wir empfehlen, sich die doch besser jetzt als spaeter anzugucken und sich ein bisschen Tropen, Sonne, Strand und Meer in den deutschen Herbst zu holen.

Wir jedenfalls schauen sie uns gerne immer wieder an…

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Dem Meer so nah

November 14, 2006

Den beschwerlichen Weg ans Meer, um genauer zu sein nach Jericoacoara, konntet ihr ja lesen. Dementsprechend waren wir froh, endlich angekommen zu sein. Das erste was wir taten (nachdem wir uns einen Platz zum Zelten gesucht hatten), war ins Meer zu springen, das direkt vor unserer Tuer lag. Die Temperatur war angenehm, nur die Wellen, die sich staendig vor einem, hinter einem, neben einem und ueber einem brachen, waren ganz schoen anstrengend. Es machte Spass, sich in die Wellen zu stuerzen und wir versuchten staendig auf den Wellen zu reiten, was uns teilweise sogar gelang.

Als wir wieder rauskamen, gingen wir erstmal auf die Suche nach unseren Klamotten, die wir auf den Steinen abgelegt hatten. Wir hatten ein wenig die Orientierung verloren, denn die Stroemung des Wassers hatte uns soweit vom urspruenglichen Ort weggetrieben. Zudem hatten wir das Gefuehl gehabt, dass die Flut herein gekommen und dass das Wasser gestiegen sein muesste. Dem war zum Glueck nicht so, denn wir hatten schon befuerchtet, dass all unsere Sachen, samt dem Brustbeutel von Kathi von den Wellen erfasst und in den Tiefen des Meeres verloren waren.

Nachdem kleinen Schock genossen wir erstmal die Mittagssonne unter den Cashewbaeumen unseres Zeltplatzes.

Die restliche Zeit verbrachten wir in Jericoacoara damit, zu schwimmen, auf einen nahegelegenen Huegel zu spazieren und den Ausblick zu geniessen und den Wassersportlern zuzuschauen. Am meisten faszinierten uns die Windsurfer, die die unglaublichsten Stunts in den hohen Wellen vorfuehrten. Die waren teilweise echt gut. Es gab aber auch noch Wellenreiter und Kitesurfer.

Am dritten und letzten Tag leihte Peter sich ein Surfbrett mit Segel aus, und wollte sein Bestes versuchen. Der Tag war extrem windig, und dementsprechend die Wellen hoch. Wir suchten uns eine kleine Bucht aus, die ein wenig geschuetzt lag, so dass die Wellen nicht ganz so hoch waren. Der Wind nahm jedoch bestaending zu und wurde dann einfach zu stark, um nach so vielen Jahren wieder mit dem Windsurfen anzufangen. Er musste feststellen, dass Surfen auf dem Balaton in Ungarn doch noch mal ganz anders war.

Jericoacara ist sehr touristisch. Ueberall wo man hinschaute und vor allem hinhoerte, traf man Deutsche und andere Europaer, die hier ihren Strand- bzw. Surfurlaub verbringen. Ansonsten ist die Atmosphaere sehr schoen hier. Tagsueber die Aussicht auf das tuerkisblaue Meer, Strand und beige Duenen. Abends kommen die Sterne heraus und ab und an blitzt eine Sternschnuppe ueber die Capoeira-Taenzer am Strand auf. Wenn man vom Strand in den Ort hinein laeuft, dringt ueberall nette Musik an deine Ohren, ueberall brennen dezente Lichter und der Weg ist gesaeumt mit Staenden, wo du dir ein wohlschmeckendes Getraenk (ausschliesslich alkoholische Cocktails und Longdrinks zu Spottpreisen – das Wasserglas Caipirinha fuer knapp 1 Euro) mixen lassen kannst.

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Der Weg zum Ziel

November 14, 2006

Nach dem Abenteuer in Lençois begann ein Neues. Am naechsten Tag wollten wir unbedingt weiter, aber nicht mit einem dieser ueberteuerten Busse, auf denen man vom Weiten schon Turismo lesen kann. So fuhren wir dann fuer wenig Geld wie die Bewohnerinnen und Bewohner der hiesigen Kuestenregion.

Auf der ueberdachten Ladeflaeche eines Toyotas mit Allradantrieb ging es von Barreirinhas nach Tutoía. Die Fahrt war sehr abenteuerlich, und begann erstmal damit, dass der Fahrer was am Motor reparieren musste. Die Wege waren sandig und holprig, der Wagen schaukelte hin und her, und man musste die ganze Zeit aufpassen, nicht von den Aesten der am Weg stehenden Baeume erschlagen zu werden. Allradtoyota mit Z<p>weiradAb und zu blieben wir im Sand stecken Toyota Allrad mit Defektund ein anderes mal ging es ueberhaupt nicht mehr weiter. Irgendein Teil an der Kupplung war kaputt gegangen, und so standen wir erstmal in der Mittagshitze in der Gegend rum. Da man sowieso nur abwarten konnte bis jemand ein Erstazteil brachte, suchten wir uns ein schattiges Plaetzchen unter einem riesigen Cashewbaum und versuchten, die Ruhe ein wenig zu geniessen. Doch mit der Ruhe war nicht viel. Ein riesiges schwarzes Schwein lief grunzend und mit der Nase im Dreck wuehlend durch das Gestruepp und wir fluechteten uns mal vorsichtshalber den Baum hinauf – man weiss ja nie wie diese wilden Saeue so drauf sind.

Nach 7 Stunden kamen wir dann in Tutoía an. Wir waren total muede und staubig von Kopf bis Fuss und der Hintern tat weh von den Holzbaenken. So geschah an diesem Abend nicht mehr viel.

Am naechsten Tag waehlten wir wieder einen herkoemmlichen Bus, um unsere Hintern zu schonen. Wir fuhren nach Parnaiba, von wo aus wir das letzte Stueck zu unserem eigentlichen Ziel Jericoacoara noch am selben Tag in Angriff nehmen wollten. Pustekuchen. Es gab nur Touri-Agenturen, die uns fuer 180 Euro mit nem Jeep nach Jeri kutschiert haetten. Aber das war definitiv viel zu teuer. So hingen wir in einer Stadt fest, die so nix weiter fuer uns zu bieten hatte. Das kann die Stimmung ganz schoen nieder machen.

Am Abend fuhren wir dann unserem Ziel ein wenig entgegen, nach Camocim, 80-100 km entfernt von Jericoacoara. Wir uebernachteten in einer billigen Pousada und am naechsten Tag ging es dann wesentlich preiswerter mit einem aehnlichen Allrad-Gefaehrt wie schon zuvor nach Jeri. Wir fuhren die meiste Zeit an der Atlantikkueste entlang, die Wasserfarbe variierte je nach Tiefe von tuerkis bis dunkelblau. Auf der anderen Seite des Wagens sah man den Sand sich in mal mehr, mal weniger hohen Duenen aufbauen.

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Bettlaken

November 14, 2006

Von Sao Luis aus fassten Kathi und ich den Ort Jericoacoara, auch liebevoll Jeri genannt, ins Auge. Wir hatten schon viel von diesem netten Oertchen direkt am Meer gehoert und wollten nun den Spuren der lieben Menschen folgen, die zuvor in Jeri waren und danach unseren Weg kreuzten.

Lorena, unsere Gastgeberin aus Alter do Chao, hatte uns auch von einem LKW berichtet, der von São Luís aus nach Jericoacara fahren würde, an den Stränden vorbei und durch die Dünen. Sie hatten mit dh.esem LKW vor einem halben Jahr 3 Tage für die Strecke gebraucht, was sich aber lohnen sollte angesichts der Atem beraubenden Landschaft und des günstigen Fahpreises.

Mysteriös war allerdings, dass in São Luis niemand, aber auch wirklich niemand, je von dieser Transportmöglichkeit gehört hatte. Wir fragten alte Leute, Touri-Infos und Taxifahrer. Jeder hatte irgendeine Idee, wie wir nach Jeri kommen konnten, aber einen solchen LKW, nein, sowas gäbe es in São Luís nicht.

Nachdem wir nochmal bei Lorena in Alter do Chão angerufen hatten und immer noch nicht viel schlauer waren, gaben wir die Suche auf und entschieden uns für jene der Ideen, die der LKW-Reise am nächsten kam. Anstatt den Großteil der Strecke mit dem Bus zurück zu legen, wollten wir nun in kleinen Schritten durch die kleinen Örtchen hinter den Dünen entlang.

Der erste dieser kleinen Orte nennt sich Barreirinhas, ein kleiner Ort inmitten von Sand. Ja, genau, von Sand. Die Landschaft wechselt sich ab zwischen Palmen, Cashey-Baeumen, die auf Sand wachsen und dann wieder Sand ohne Flora, der sich in mehr oder minder grossen Duenen windet.

Barreirinhas dient auch als Jumping-Off Punkt zum Nationalpark Lençois Maranhense. Dort gibt es Sand, wie Sand am Meer. Da wollten wir gar nicht hin. Nicht wegen des vielen Sandes, sondern weil das so Touri-like ist und alles was nach Touri riecht ist teuer. Aber irgendwie hat sich alles so zusammen gefuegt, dass wir doch da waren.

In dem kleinen Ort irgendwann nachts angekommen, belagerten und so ein paar Halbstarke, die uns unbedingt in die eine oder andere Herberge bringen wollten und uns dabei ziemlich auf die Nerven gingen. Das hat echt keinen guten Stil und wir wollten erst recht niemandem von denen die Provision goennen. Allerdings brauchten wir ja trotzdem eine Unterkunft und fragten an einem Platz ein Paerchen nach ‘ner netten und preiswerten Option. Er fuehrte uns dann zur Pousada Brasilia und klopfte die Besitzerin aus dem Bett, ohne seine zurueckgelassene Freundin weiter zu beachten.

Den naechsten Tag liessen wir etwas ruhiger angehen. Arthur, der nette Kerl vom Abend, ist Reisefuehrer, wie sich spaeter herausstellte. Er machte uns preislich echt ein gutes Angebot fuer einen Besuch im Nationalpark Lençois Maranhenses. Doch wir hatten eigentlich ueberhaupt keinen Bock auf ne Touri-Tour mit zig anderen Leuten, meist dicke BrasilianerInnen im Kurgaststil, Shorts, Sonnenhut und Sonnenbrille. Arthur versprach uns eine eigene Fuehrung  ueber die Duenen und zu den Lagunen, so das wir nach langem Ueberlegen das Angebot annahmen…

…und es nicht bereuten. Der Sand woelbt sich in abertausenden von Duenen dahin. In manchen der Taeler sind kleine Regenwasserbecken, in denen man baden und planschen kann. Die trocknen immer wieder aus und dennoch gibt es dort kleine Fische drin. Man glaubt an Wunder.

Die Duenen sehen so aus, als haette der liebe Gott ein Bettlaken ueber die Erde geworfen und vergessen, die Falten zu glaetten. Daher auch der Name Lençois, denn das heisst einfach nur Bettlaken.

LencoisLençois1Lençois
Fuer uns war Lençois eine riesige Spielwiese, d.h. eigentlich ein riesiger Sanfkasten. Nur ohne Foermlichen. Aber wir sind den ganzen Nachmittag ausgelassen in den Duenen herumgetollt, mal in diese, mal in jene Lagune gehuepft und haben viele, viele Fotos von Sand mit Himmel und Himmel mit Sand gemacht.

Wir blieben bis zum Sonnenuntergang, der zwar sehr romantisch war, aber den wir uns wieder mit den ganzen anderen Leuten teilen mussten, denen wir vorher aus dem Weg gegangen waren.

Lençois

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Belem und das Meer

November 7, 2006

Wir erreichten Belem mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil Belem fuer uns so zu sagen das Sprungbrett zur Reise an der Kueste entlang und Eingangspforte nach North-East Brasil (so wird es immer genannt) war. DAs weinende Auge trauerte aund trauert immer noch Amazonien hinterher, das uns so gut gefallen hat.

Netterweise hatten uns Lorena und Angelo, bei denen wir in Alter do Chao gewohnt haben, die Adresse von Ahstna in Belem gegeben. Sie hat ein vegetarisches Restaurant und wir konnten in ihrem Abstellzimmer unsere Haengematten aufhaengen und dort gegen einen kleinen Beitrag zu Essen, Wasser und Strom wohnen. Es ist immer super, wenn man so privaten Kontakt zu den Leuten hat, denn ueber Ahstna und die Leute ihrer Kirche, sie ist bei Santo Deime (dazu spaeter viel mehr), haben wir noch eine Reihe anderer Leute kennen gelernt, mit denen wir am Wochenenden noch am Meer waren.

Die Fahrt dahin war verdammt strapazioes, aber es hatte sich gelohnt. Der Atlantik ist grossartig. Wenn die Flut kam, gabs auch richtig Wellen. Wir waren fast direkt auf dem Aequator, dementsprechend stark die Sonne. Wir haben uns beide einen Sonnenbrand geholt.

Seit Wochen wollten wir schon mal Eierpfannkuchen machen, aber da wir immer mit Leuten zusammen reisten, die entweder keine Milch oder keine Eier essen konnten, haben wir es immer aufgeschoben. Und nun endlich waren wir mal mit unkomplizierten Leuten unterwegs, die sowohl als auch assen und wir haben ne wahre Eierpfannkuchen-Orgie veranstaltet: Apfelpfannkuchen, Pilz-Pfannkuchen, salzige mit Avocadocreme, suesse mit Karamel usw.

Am S0nntag wollten wir Mittags los, da wir abends einen Bus kriegen mussten, den wir schon bezahlt hatten, und es lagen 180 km und eine Ueberfahrt von der Insel Algodaol, auf der wir waren, zum Festland vor uns. Die anderen Leute, mit denen wir wohnten, waren nachts zuvor lange unterwegs, dementsprechend haben wir uns am Sonntag Morgen alleine auf zum Strand gemacht. Der eine hatte nicht vor, das Haus zu verlassen, sodass wir jeder Zeit zurueck kommen konnten. Pustekuchen. Er war doch mit den anderen weggegangen und wir konnten sie nirgends finden.

Also mussten wir in das Haus einbrechen, um an unsere Sachen zu kommen. Als Peter dann endlich drin war und die Haelfte der Klamotten durch einen Spalt im Fenstergitter gereicht hatte, kamen die Jungs und Maedels dann auch zurueck.

Die ganze Aktion hat uns ziemlich viel Zeit gekostet und die Rueckfahrt war super stressig, da wir staendig irgendwo warten mussten, dann noch in einen Stau kamen und die Uhr tickte. Wir haetten um 20.00 am Bus sein sollen um 20.35 kamen wir dort an. Zum Glueck gerade noch rechtzeitig. Peter nennt das zeitoptimiert. Kathi findets verrueckt.

Obwohl wir nicht viel gemacht haben das Wochenende ueber, waren wir ganz schoen geschafft und haben uns nach Sao Luis geschlafen.

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Eine Bootsfahrt die ist lustig…

November 3, 2006

…eine Bootsfahrt die ist schön, ja da kann man was erleben …

Es waren einmal ein Männlein und zwei Fräuleins, die noch an das Gute im Menschen glaubten. So begab es sich, dass sie die Nacht vor ihrer Abreise nach Belém auf einem Boot im Hafen von Santarém übernachteten. Der Hafen war videoüberwacht, es gab Wachmänner und es kamen nur Leute mit gültigem Ticket hinein. Daher taten die drei Reisenden folgendes: sie hingen ihre Hängematten an Bord auf, legten die Sachen, die sie für die Nacht brauchen würden, hinein, schlossen ihr restliches Hab und Gut im Schlafgemach eines Matrosen ein (denn so ganz trauten sie dem Frieden doch nicht) und gingen in die Stadt.
Nachdem sie ein Lebenszeichen an die Zurückgebliebenen in der Heimat versandt hatten, kehrten sie zum Boot zurück. Sie mussten feststellen, dass einige Sachen aus ihren Hängematten fehlten. Nachdem die erste Entäuschung vorüber war, beschlossen die Drei den Matrosen zu befragen. Auf die Frage hin, ob die Rucksäcke in seinem Schlafgemach denn sicher wären, antwortete dieser nur: „Kann sein, kann aber auch nicht sein!“ Das kam den Reisenden seltsam vor und so nahmen sie sich ihre Taschen und kontrollierten sie. Auch in den Rucksäcken fehlten Sachen, obwohl nur er einen Schlüssel besass. Nach einer zwecklosen Diskussion mit dem Matrosen machten die Drei sich enttäuscht, traurig und wütend zugleich ins Bett, ihre letzten Habseligkeiten unter oder in den Hängematten.
Am nächsten Morgen riefen sie, auch auf Anraten einiger am Hafen beschäftigter Brasilianer, die Polizei. Diese durchsuchte das ganze Boot, doch es wurde nix gefunden. Obwohl jeder wusste, dass der Matrose die Sachen gestohlen oder zumindest geholfen hatte, sie zu stehlen, konnten die Beschädigten ihn nicht anzeigen (es fehlten die Beweise). Dennoch fuhr das bestohlene Männlein mit auf die Polizeiwache und gab einen Bericht auf – vielleicht haben die armen Reisenden in Deutschland eine nette Versicherung, die ihnen ein wenig des Verlustes zurückerstattet.

Ihr muesst euch keine Sorgen machen, das Meiste waren nur Klamotten, allerdings ist Peters Kulturbeutel auch weg. Das teuerste war wohl das Handy. Sorry Mama! Und dein Moskitonetz ist auch weg. Melli, deine Vliesjacke wurde auch gestohlen. Entschuldige.
Immerhin hatten wir unsere Papiere, unser Geld und alle anderen elektronischen Geräte, wie Peters Kamera, bei uns.

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Dem Abenteuer auf der Spur

Oktober 26, 2006

Kathi und ich hatten uns entschieden noch ein paar Tage laenger in Amazonien zu bleiben, anstatt direkt weiter an die Kueste in die naechste grosse Stadt (Belem) zu fahren. Und ich finde, wir haben gut daran getan. Es waren wundervolle und ereignisreiche Tage.

Wir sind in Alter do Chao untergekommen. Ein klitzekleines suesses Staedtchen, mitten im Urwald. Naja, nicht ganz mitten drin. Urwald gibt es nur auf 2 Seiten.  Auf den anderen ist der Rio Tapajos, ein Zufluss des Amazonas, der so breit ist, dass wir staendig versehentlich Meer statt Fluss sagen und dann ist da noch der gruene See. Der ist das besondere an dem Ort.

Im Sommer, quasi jetzt (wer schnell umdenkt mag sich wundern: da wir auf der Suedhalbkugel sind, muesste doch jetzt Fruehling sein. Dachten wir auch, aber hier gibt es nur 2 Jahreszeiten und die gerade heisst Sommer und die in der es regnet, Winter) gibt es da naemlich jede Menge Strand vor einem See, der wunderbares, sanftes, leicht kuehlendes Wasser hat.

Unsere Tage haben wir meist mit einem Spaziergang oder meditationsartigem Rumhocken auf dem weissen Sandstrand begonnen. Nach dem fruchtigen Fruehstueck mit den kleinen Gruppe, die sich dort gebildet hat, haben wir uns Muehe gegeben, so viel wie moeglich von der Umgebung zu erkunden. Was bei so viel Urwald gar nicht so einfach ist.

Einen Tag blieb Kathi ziemlich lang am Strand und ich wollte ihr die Zeit geben. Allerdings haben wir dadurch die Gruppe verpasst, die zum Fischen losziehen wollte. Waere interessant gewesen, Piranhas unter dem kritischen Blick von Aligatoren und anderen Wesen zu fischen. Aber wir hatten auch einen aenteuerreichen Tag.  Ueber dem Strand erhebt sich ein Kegel, steil und spitz in die Hoehe. Da wollten wir rauf. Drumherum ist jede Menge Wald und Busch. Da mussten wir durch.

Dummerweise haben wir uns beim Tiere (Heuschrecken, eine halbe Elle lang, Schmetterlinge in allen Farben, Groessen und Formen, genau wie die Echsen und Voegel) ein wenig, naja, schon ziemlich, verfranst, so dass wir im wahrsten Sinne ueber Stock und Stein mussten, um wieder in die richtige Richtung zu kommen. Schraeg war, dass wir von unten den Kegel gar nicht mehr sehen konnten, der sonst Meilen weit zu sehen ist. Ich also in alter Waldlaeufermanier auf den naechsten Baum, Ausschau halten. Immer noch nichts zu sehen. Hm. Wir glaubten schon an wunder. Dann irgendwann wechselte die Flora in etwas was fuer die Tropen unglaublich trocken war. Ringsum nur verdorrtes Gras und lauter tote Baeume. Aber immerhin kein Blatt mehr, was uns die Sicht versperren konnte. Endlich hatten wir wieder Blickkontakt mit dem Berg.

Der Weg dahin verlief durch Brusthohes Gras, das wir erst feinsaeuberlich aufspalteten, bevor wir unseren Fuss aufsetzten, um zu gucken, ob wir auch auf keine Schlange treten. Dann wieder Wald. Kathi hatte langsam genug und ihr Kreislauf auch. Als wir dann am Berg angekommen waren, bin ich alleine hoch. Kathi ist leider nicht in den Genuss dieses grandiosen Ausblicks gekommen. Aber sie hat moeglicherweise noch mal die Gelegenheit.

Letzten Sonntag ist unser Sonntagsspaziergang in ein aehnliches Abenteuer ausgeartet. Wir wollten zu einer kleinen Lagunge am See. Dummerweise ist der See kein rundes Becken mit Wasser drin und ein paar Baeumen drumherum, wie man sich Seen so vorstellt.  Immer wieder waren so ewig lange Seitenarme zu ueberqueeren. Meistens gings zu Fuss. Ausser einmal. Da mussten wir schwimmen. Dumm fuer Kathis Schuhe und Hose. Die Kamera konnte ich irgendwie retten.

AbenteuerinnenIrgendwann dachten wir, wir umlaufen mal eben den kleinen Sumpf, der da entstanden ist wo der kleine niedliche Bach in den See plaetschert. Ja, das dachten wir. Wieder schlugen wir uns durch dichtes Gestruepp, liessen uns Arme und Beine von Killer-Gras zerfetzten, stapften durch huefthohen Schlamm und mussten Aligatoren besiegen (okay, das war gelogen, aber sonst ist alles die reine Wahrheit). Die kleine Kurve um den kleinen Sumpf ist dann in ein mehrstuendiges Unterfangen ausgeartet. Auf der anderen Seite angekommen, waren wir ganz schoen fertig, und dachten uns, wir koennten auch mal wieder nach Hause. Diesmal wollten wir aber die Abkuerzung durch den See nehmen. Nur da wir nicht wussten, wie tief es ist, fragten wir ein paar Kids, die einen Ausflug mit dem Boot gemacht hatten und nun am Fussballspielen waren, ob sie uns gerade uebersetzen koennten. War ja nicht weit, nur bis auf die andere Seite vom Sumpf. Da wo ihre Eltern ohnehin gemuetlich im Schatten lagen und Fische verspeisten.Der Sumpf

Aber die Jungs waren von der scheuen Art und zeigten uns ganz unbrasilianisch und dadurch ueberraschend fuer uns die Schulter. Sie setzten dann irgendwann ohne uns ueber. Einer der ihren versprach aber, mit dem Boot zurueck zu kommen und uns zu holen. Aber anscheinend war die Wasserschlacht doch irgendwie interessanter als die gestrandeten Bleichgesichter am anderen Ufer. Also stapften wir wieder zu Fuss in die Richtung und dann setzten sie sich doch noch in Bewegung und halfen uns wenigstens, unsere Sachen trocken ueber zu setzen. Kathi Jones (nach dem Abenteuer)